Zuerst
gab es im Unternehmen einen großen Rechner, der von "dummen
Terminals" mit Daten gefüttert wurde. Dann wurden die Rechner
kleiner, schneller, günstiger und jede(r) in der Firma bekam einen
PC. Das warf ein Problem auf: Wie können die MitarbeiterInnen auf
alle Daten zugreifen? Die Lösung: Computer verbindet Euch durch Netzwerke!
Übersicht Netzwerkarten Serverarten Überprüfen
Sie Ihr Wissen
Übersicht
Sobald
zwei Rechner miteinander verbunden sind, können Sie den Datenbestand
beider Rechner nutzen. Zwei oder mehrere gleichwertige Rechner werden
dabei in einem Peer-to-Peer-Netzwerk mit Kabel verbunden.
In Client/Server-Netzwerken bietet ein Rechner (der Server)
bestimmte Dienste an, Clients nehmen diese Dienste in Anspruch.
Über Telefon oder Kabel-TV können Sie sich in ein entferntes
Netzwerk einwählen und für die Dauer der Verbindung Daten übertragen.
Die Datenübertragung funktioniert über Kabel (Glasfaser, Ethernet,
Telefonleitung) und Satelliten.
Bei analogen Telefonleitungen wandelt ein Modem die Computersignale
um in analoge Signale. Die Daten werden transportiert und am anderen Ende
wieder in Computersignale zurück gewandelt. Die schnellsten Modems
erreichen eine Datenübertragungsrate von 56 Kbps (Kilobits pro Sekunde). ISDN (Integrated Services Digital Network) überträgt
digitale Signale über zwei 64 Kbps-Leitungen. Die Geschwindigkeit
der Datenübertragung kann also bis zu 128 Kbps betragen. DSL und ADSL (Asymmetric Digital Subscriber
Line) übertragen die Daten in Hochgeschwindigkeit. ADSL ist rund
8 mal schneller als ISDN.
Satelliten übermitteln die Daten von Bodenstationen als Funksignale
zwischen zwei Satelliten oder einem Satelliten und einem Kabel.
Vor allem Notebooks, Handys oder PDAs nutzen gerne Bluetooth
oder mobiles Internet, das bedeutet, die Verbindung funktioniert auch
ohne Kabel.
Netzwerkarten
Je
nachdem, wie weit verstreut die Rechner eines Netzwerkes sind, unterscheiden
wir vier Arten:
LAN (Local Area Network)
verbindet die Rechner in einem Raum oder Gebäude
MAN
(Metropolitan Area Network)
umspannt eine Stadt (Verkehrsbetriebe)
WAN
(Wide Area Network)
dehnen sich über Länder und Kontinente
GAN
(Global Area Network)
umspannt die Welt
Computernetze
sind meist nur ausgewählten Personen zugänglich. Nutzt eine
Firma ein internes Netzwerk, das auf dem Protokoll http
basiert (ja, das kennen Sie aus dem Internet), dann spricht man von einem
Intranet.
Dürfen ausgewählte Personen von außen zugreifen (zB VertreterInnen),
dann bezeichnet man dieses Netzwerk als Extranet. VertreterInnen
führen zum Beispiel ein Verkaufsgespräch auf einer Messe und
melden sich mit Pass- und Kennwort am Firmennetzwerk an. Hier erhalten
Sie die neuesten Informationen oder liefern die abgeschlossenen Aufträge
ab.
Serverarten
File-Server
Auf einem einzelnen PC können Sie nur auf die Daten zugreifen, die
auf diesem Rechner gespeichert sind. Werden Rechner miteinander verbunden,
können Sie die Daten, die auf dem Server gespeichert wurden, gemeinsam
nutzen. Sie speichern und öffnen Dateien dann nicht mehr auf C: sondern,
sagen wir auf U: (den Buchstaben vergeben die System-AdministratorInnen).
Druck-Server
Ein Drucker kann nur von dem Rechner genutzt werden, an den er angeschlossen
und installiert wurde. In einem Netzwerk können alle angeschlossenen
Rechner den Drucker nutzen. Wenn wirklich einmal alle Stationen im Netzwerk
gleichzeitig drucken sollten, dann werden die Druckaufträge einfach
der Reihe nach abgearbeitet.
Mail-Server
Die Kommunikation innerhalb der Mitglieder eines Netzwerkes kann auch
über E-Mails erfolgen.
Backup-Server
Große Datenmengen werden auf einem eigenen Server gesichert. Zum
Beispiel kann eine Firma täglich ab 18 Uhr ein Backup aller Daten
erstellen. Wenn die Sicherung erledigt ist, schaltet sich das System automatisch
ab.
Unbestreitbar,
Netzwerke bringen enorme Vorteile für die Nutzenden. Datenbestände
und Informationen werden schnell und aktuell an die zuständigen Personen
geleitet. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Person im Nebenzimmer oder
auf einem anderen Kontinent arbeitet. Gruppen nutzen Verteilerlisten und
senden Aufgaben per E-Mail an alle Mitglieder. Dabei wird nicht für
jede Post eine eigene E-Mail verfasst, sondern auf die E-Mail geantwortet.
Damit sind Gesprächsverlauf, Sendezeit und alle EmpfängerInnen
dokumentiert.
Aber, kein Vorteil ohne Nachteil. Wer seine Daten in einem Netzwerk zur
Verfügung stellt, muss damit rechnen, dass sie verändert, vielleicht
sogar gelöscht oder missbraucht werden. Unkenntnis und Unachtsamkeit
spielen firmenintern eine Rolle. Sabotage, Viren, Hacker, Phishing (Passwort-Fishing)
bedrohen den Datenbestand von außen. Dazu kommt die Abhängigkeit
vom Netzwerk. Wenn es nicht funktioniert, steht die Arbeit still.
Überprüfen
Sie Ihr Wissen
Approbiert und lizenziert von der Österreichischen
Computer Gesellschaft OCG